3 Tipps für sicherere Passwörter und Online-Konten

Ein Mann, Mitte dreißig, möchte einen Kredit für eine Wohnung beantragen und scheitert an seinem niedrigen Punktestand.

Wieso? Der Staat hat Daten über ihn, mit denen er als schlechter Bürger eingestuft wird.

Aber wie kommt der Staat darauf? Er sammelt Daten von 50 Behörden und anderen Stellen, wertet diese aus und vergibt danach einen Punktestand. An diesem wird erkannt, ob er ein guter oder schlechter Bürger ist. Klingt nach Science-Fiction, ist aber in China längst Realität. Dort gilt man ab 1000 Punkten als guter Bürger. Nicht steigerungsfähig sollte man denken, aber mittlerweile gibt es dort eine App, die dazu dient die oft ahnungslosen Bürger beim Staat zu melden um den eigenen Punktestand zu verbessern. Ein Szenario gegen das man sich als Einwohner dort kaum wehren kann.

So weit sind wir hierzulande zum Glück zwar nicht, aber schützenswerte Daten werden trotzdem gesammelt.

Damit ihr wisst was ihr tun könnt um eure Konten vor ungewünschten Eindringlingen abzusichern, haben wir euch drei einfache Tipps zusammengestellt.

 

1. E-Mail-Konto nicht vernachlässigen

Das E-Mail-Konto ist mit eines der wichtigsten Online-Konten, die man hat. Denn auf fast jeder Seite kann man sein Passwort über die E-Mail-Adresse zurücksetzen. Deshalb ist das Konto nicht nur wegen seiner Daten, sondern auch wegen seiner Funktionen besonders schützenswert und sollte mit einem starken Passwort gesichert werden.

 

2. Starke und unterschiedliche Passwörter verwenden

An ein Passwort ein paar Zahlen zu hängen macht es nicht sicherer. Auch einfache Wörter oder gar der eigene Name sind keine Passwörter, die man verwenden sollte. Stattdessen sollten es möglichst lange und kryptische Passwörter sein. Um sich so ein Passwort zu merken kann man ein paar Tricks anwenden.

Nehmen wir zum Beispiel die Liedzeile „Had to have high, high hopes for a living, Shooting for the stars when I couldn’t make a killing“. Jetzt nehmen wir beispielsweise nur die Anfangsbuchstaben und erhalten: HthhhhfalSftswIcmak. Nun setzten wir noch Anführungszeichen davor und dahinter, da es ein gesprochener Satz ist, fügen die Kommata wieder ein und wenn man mag auch die Verneinung von „could“. Daraus erhalten wir dann „Hthh,hhfal,SftswIc’tmak“.
Das „ersetzen und umschreiben“ kann man natürlich theoretisch endlos weiterführen, zum Beispiel das a durch eine 4 ersetzen.

Ich denke das Prinzip ist klar geworden und „Hthh,hhf4l,SftswIc’nm4k“ ist durchaus ein gutes Passwort.
Wenn man sich jetzt aber für alle eigenen Konten mehrere davon merken muss, wird das ein schwieriges bis fast unmögliches Unterfangen.
Zur Erstellung eines Master-Passwortes ist dies jedoch durchaus zu gebrauchen und da kommen wir auch schon zum dritten Punkt:

 

3. Passwort-Manager verwenden

Um sein E-Mail-Konto und im besten Fall alle seine Konten optimal zu schützen empfiehlt es sich einen Passwort-Manager zu benutzen. Dieser speichert eure Anmeldedaten für verschiedene Webseiten verschlüsselt und kann bei Bedarf auch sichere Passwörter erzeugen.

Geschützt wird das ganze durch ein Master-Passwort, das dann natürlich, da es alle Passwörter schützt, sehr gut gewählt sein muss. Außerdem sollte man dieses Passwort nicht vergessen, denn die meisten Passwort-Manager arbeiten nach dem „zero-knowledge“ Prinzip. Das heißt ihr könnt eurer Master-Passwort nicht einfach neu vergeben, wenn ihr es vergessen habt.

Habt ihr Fragen zum Thema? Meldet euch, wir helfen gern! 🙂

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Dieser Artikel wurde verfasst von Niklas Solga

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